2. Stock − Stadtgeschichte: von der Burg zur Stadt


Von der Burg zur Stadt

1256 ist erstmalig eine Burg als „castrum abensperch“ urkundlich erwähnt. Die sich daran anschließende Ansiedlung erhoben Herzog Ludwig, Markgraf von Brandenburg und sein Bruder Herzog Stephan von Bayern am 12. Juni 1348 zur Stadt Abensberg und statteten sie mit allen Rechten aus, die eine mittelalterliche Stadt ausmachen. Bereits seit der Mitte des 14. Jahrhunderts war der Ort von einer Ringmauer mit 32 Türmen umgeben. Abensberg besaß seit 1348 auch die Marktrechte für einen Wochenmarkt und einen Jahresmarkt an St. Ägidien (1. September) sowie die niedere Gerichtsbarkeit. Das sinnfällige Zeichen der Stadtrechte war das Stadtsiegel.


Umzeichnung des ältesten Bürgersiegels der Stadt Abensberg, 1436

„pürger der stat“

Die Bürger der Stadt genossen gegenüber ihrem Burgherrn eine gewisse Autonomie. Sie bestimmten einen Stadtrat, wobei nur wenige reiche Familien ratsfähig waren. Dieser Rat regierte die Stadt und entschied etwa über den Zuzug von neuen Bewohnern. Jeder neue Bürger musste neben einer gewissen Geldsumme auch einen ledernen Feuereimer anschaffen, Wachgeld bezahlen und an der Wolfsjagd teilnehmen. Vermutlich im Zusammenhang mit der Stadterhebung in der Mitte des 14. Jahrhunderts, treten zum ersten Mal „pürger“ in Abensberg auf, jedoch erst ab 1409 wird durchgehend von der „stat abensberg“ gesprochen. In der Stadt siedelten sich neben Bauern und Taglöhnern auch spezialisierte Handwerker an. Abensberg wurde zum herrschaftlichen, rechtlichen, ökonomischen und kulturellen Zentrum in der Herrschaft Abensberg und darüber hinaus.
Ansicht der Stadt Abensberg von Jost Amman aus einem Manuskript von Phillip Apian, 1579

Abensberg: Eine lebendige Stadt

Über Jahrhunderte hinweg unterlag Abensberg einem stetigen Wandel. Nicht nur unruhige Zeiten, Notzeiten, der Zuzug vieler Vertriebener nach dem 2. Weltkrieg prägten die Stadt, auch Handel und Markt, das Zeitungswesen, viele Schulen und ein ausgeprägtes Vereinswesen zeigen ein lebendiges Bild der Stadt.

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