Bereits 1865 legten
Peter Paul Dollinger und
Nikolaus Stark den Grundstock für eine lokalhistorische Sammlung in Abensberg und 1899 wurde im Rathaussaal die erste Sammlung eingerichtet.
Der Heimatverein
Auf Initiative von
Franz Xaver Osterrieder gründete man am 11. Juni 1926 den Heimatverein. Mitglieder des Heimatvereins trugen seit den 1860er Jahren zuerst in einer lokalhistorischen Sammlung, dann im Heimatmuseum ortsgeschichtliche und volkskundliche Objekte zusammen und eröffneten ein Museum (neben dem Stadtmuseum) erstmals 1926. Der Schriftsteller
Osterrieder stiftete nicht nur zahlreiche heimatkundliche Gegenstände, sondern auch eine beträchtliche Anzahl von Büchern. 1927 schenkte er seiner Heimatstadt das Heimathaus in der Von-Hazzi-Straße, in der die Sammlung museal präsentiert wurde.
Das Aventinusmuseum
Anton Schottmayer und
Sylvester Geretshauser führten inzwischen die von
Dollinger und
Stark übernommenen Arbeiten weiter. Nach dem 2. Weltkrieg wurden Stadt- und Heimatmuseum vereinigt. 1946 legte man beide Sammlungen zu einem Museum im Rathaus zusammen, das Lehrer
Alfons Listl betreute. Im Anschluss an die Restaurierung des Kreuzganges im Karmelitenkloster entstand 1963 ein neues Museum, das Aventinusmuseum. Das Museum trugt den Namen des in Abensberg geborenen bayerischen Geschichtsschreibers Johannes Thurmair (1477-1534), der sich nach seiner Heimatstadt in Humanistenart Aventinus nannte. Es war in sieben Räumen über dem Kreuzgang des ehemaligen Karmelitenklosters (gegründet Ende des 14. Jh.) untergebracht. Grundstock der Sammlung waren kunst- und kulturgeschichtliche Zeugnisse aus der Stadt sowie aus dem Land um Abensberg. Von
Alfons Listl übernahm der Lehrer
Fritz Angrüner 1975 das Amt des Museumsleiters und übte es bis 2003 ehrenamtlich aus. Der Heimatverein übereignete der Stadt am 26.7.2002 die gesamte Sammlung des Aventinusmuseums.
Seit 2006 präsentiert sich das neue Museum im Herzogskasten als: